Weitere Verurteilungen für das Pogrom in Mügeln
27. Juni 2009
Währenddessen wird weitergemügelt
Im Fall Mügeln sind anderthalb Jahre nach der Tat weitere Urteile gefallen. Am 19. August 2007 hetzten 50 meist jugendliche Deutsche beim Pogrom spielen acht Inder durch die westsächsische Stadt, bis diese sich in die Pizzeria “Picobello” retten konnten. Dort riefen die Angreifer ausländerfeindliche Sprüche und versuchten, die Tür einzutreten. Rund 70 Polizist_innen waren nötig, um die Lage zu beruhigen. Die acht Inder sowie sechs Deutsche, darunter zwei Polizisten, wurden verletzt.
Nach den Übergriffen sahen sich die Mügelner vor allem als Opfer der Berichterstattung. Allen voran Bürgermeister Deuse (FDP) und der damalige Ministerpräsident Milbradt (CDU) sprachen von einer Hetzjagd auf Mügeln und die Mügelner. Deuse gab sogar der rechten Jungen Freiheit ein Interview, in der er klipp und klar Rechtsextremismus als Ursache ausschloss: “Denn es besteht ein Unterschied zwischen ausländerfeindlichen Parolen von Betroffenen und Rechtsextremismus”1


