Artikel mit dem Tag „Kritik“

Essentials der Antisemitismuskritik

Ich werde versuchen, einige grundlegende Elemente des antisemitischen Weltbildes darzulegen. Eine Beschäftigung mit diesem Thema ist kein voluntaristischer Akt, es ist kein Thema unter anderen, mit dem man sich eben auch mal so auseinandersetzen muss. Es ist nicht einfach ein Thema, das man pflichtschuldig auf dem Buko abhandeln und danach ad acta legen kann. Es ist mehr als nur ein weiterer Widerspruch im linken Kanon. Genau deshalb gibt es auch Gründe für die Vehemenz der Auseinandersetzung in den letzten Jahren. Die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus und die ideologietheoretisch fundierte Kritik desselben markieren die zentralen Topoi, an denen eine progressive Position ihre Geltung zu erweisen hat. Die Verkennung der Zentralität der Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus zieht sich durch die linke Geschichte. So ist es keineswegs als allgemein akzeptiert vorauszusetzen, was Max Horkheimer schon vor einigen Jahrzehnten in einem Brief an Harold Laski formuliert hat: “So wahr es ist, dass man den Antisemitismus nur aus unserer Gesellschaft heraus verstehen kann, so wahr scheint es mir zu werden, dass heute die Gesellschaft selbst nur durch den Antisemitismus richtig verstanden werden kann.”

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Gedenkkultur in Deutschland

Das Thema dieser Ausgabe des FreibÄrger ist die Gedenkkultur in Deutschland. Anlass ist der alljährliche Gedenkmarathon in Dresden um den 13. Februar. Dieser Text soll eine - nicht ganz so - kurze Übersicht und Einführung in die Problematik des Geschichtsrevionismus rund um dieses Datum sowie die damit verbundene Bezugnahme auf die Totalitarismustheorie sein. Auf den nächsten Seiten folgt die Auseinandersetzung mit der Gedenkstättenpolitik in Sachsen, der Aktion “Stolpersteine” und den antifaschistischen Aktionen am 13. und 14. Februar in Dresden. Außerdem wird aus aktuellem Anlass auch die Heroisierung Graf Schencks von Stauffenberg einbezogen.

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