14. März 2010
Veranstaltungshinweis
Dienstag, 13. April 2010; 19.00- 21.00 Uhr
Hotel Kreller, Fischerstraße 5, 09599 Freiberg
Deutschland ist nach wie vor eines der wenigen Länder ohne gesetzlichen Mindestlohn. Dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung zufolge soll dies auch in den kommenden Jahren so bleiben, obwohl die deutliche Zunahme des Niedriglohnsektors in Deutschland dafür spricht, dass hier politischer Handlungsbedarf besteht. Von Niedriglöhnen sind dabei keineswegs nur „Randgruppen“ betroffen. Vielmehr stammt die große Mehrheit der Niedriglohnbeschäftigten in Deutschland aus dem Kreis derjenigen mit abgeschlossener Berufsausbildung und aus den mittleren Altersgruppen - also aus dem Kernbereich des Arbeitsmarktes. Neue internationale Studien zeigen, dass selbst vergleichsweise hohe Mindestlöhne positive Effekte auf der betrieblichen Ebene und auf dem Arbeitsmarkt haben können. Doch was würde die Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen für Deutschland bedeuten?
Um diese und weitere Fragen zu klären und Rahmenbedingungen sowie Vor- und Nachteile gesetzlicher Mindestlöhne zu diskutieren, veranstaltet die Friedrich- Ebert- Stiftung eine Podiumsdiskussion zum Thema.
Als Referenten sind Herr Stefan Brangs, Mitglied des Sächsischen Landtags sowie der “Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen” (AfA), Herr Uwe Ziegler, Personalleiter Felix Schoeller jr. GmbH & Co. KG Weißenborn sowie Jens Heinrich, DGB Ortsverband Freiberg eingeladen.
Frau Dr. Simone Raatz, TU Bergakademie Freiberg, wird als Moderatorin fungieren.
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.
Wer teilnehmen möchte, kann sich über das Anmeldeformular anmelden.
Autor: Redaktion FreibÄrger
Erschienen in Veranstaltungen
Stichwörter: Friedrich Ebert Stiftung, Mindestlohn
30. Oktober 2009
Lesung und Gespräch mit Ministerpräsident a.D. Dr. Reinhard Höppner
Montag, 02.11.09
19:00 bis 21:00 Uhr
Büchereck am Dom, Kirchgasse 15, 09599 Freiberg
“Eine ebenso kenntnisreiche wie lebhafte Schilderung dieser Schlüsselzeit unserer Geschichte.”
Richard von Weizsäcker
Aus eigener Erfahrung und mit ebenso unterhaltsamen wie symbolträchtigen Episoden veranschaulicht Reinhard Höppner die Geschichte der DDR und den Aufstand gegen die SED-Herrschaft im Herbst 1989. In jenen Monaten vom Fall der Mauer bis zum Tag der Einheit schwankten viele Bürger zwischen der Freude über die neugewonnene Freiheit und der Angst vor künftigen Veränderungen. Die Dynamik der Ereignisse setzte auch Politiker in Ost und West unter Druck. Aufrichtig zieht Reinhard Höppner Bilanz: Was hätte auf dem Weg zur Einheit besser gelingen können? Oder ließ das Tempo der Veränderung tatsächlich keinen Raum für Alternativen? Eine aufschlussreiche und eindrucksvolle Darstellung von einem glaubwürdigen Zeitzeugen auch für all jene, die diese dramatischen Ereignisse nicht unmittelbar miterlebt haben.
Dr. Reinhard Höppner, Jahrgang 1948, studierte nach einer Ausbildung zum Elektromonteur in Dresden Mathematik. 1980 - 1994 war er Präses der Synode der evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. Er engagiert sich im Deutschen Evangelischen Kirchentag, dessen Vorstand er seit 2001 angehört.
Im Dezember 1989 trat Reinhard Höppner in die neu gegründete SDP der DDR ein. 1990 war er Mitglied der ersten freigewählten Volkskammer der DDR und amtierte dort als einer der Vizepräsidenten. Er war seit den ersten Landtagswahlen 1990 bis 2006 Mitglied des Landtages und 1994 - 2002 Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt.
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Autor: Redaktion FreibÄrger
Erschienen in Aktuelles
Stichwörter: Friedrich Ebert Stiftung, Vortrag
25. Juni 2009
Unter dem Titel “Kein Nazizentrum in Gränitz und auch nicht anderswo!” luden die gleichnamige Bürger_inneninitiative und die Friedrich-Ebert-Stiftung am 6. November zu einer Diskussionsveranstaltung ins Brand-Erbisdorfer Stadthaus ein. Auf dem Podium saß neben Herrn Dr. Martin Antonow, dem Bürgermeister von Brand-Erbisdorf, und Dr. Simone Raatz (MdL, SPD) der Bürgermeister von Delmenhorst, Patrick de La Lanne (SPD). Die Stadt Delmenhorst geriet 2006 in die Schlagzeilen, als der Hamburger NPD-Rechtsanwalt und Holocaustleugner Jürgen Rieger bekannt gab, ein leerstehendes Hotel erwerben und dort ein NPD-Schulungszentrum errichten zu wollen. Mit Hilfe eines breiten Bündnisses aus Parteien, Gewerkschaften, Kirche, Antifa und Zivilgesellschaft gelang es dieses Jahr allerdings, die Pläne zu vereiteln, und so erhoffte mensch sich von de La Lanne fruchtbare Impulse, Erfahrungen und Anregungen, wie mit der Situationen in Gränitz umzugehen ist und wie interagiert werden kann. In Gränitz erwarb der ehemalige NPD-Vorsitzende, inzwischen aber aus der Partei ausgeschlossene, Günther Deckert im Jahr 2001 für ca. 5.000 DM den alten Gasthof. Seitdem halfen bekannte Nazis aus der Region bei der Renovierung des Gebäudes. Trotz Verbots der öffentlichen Nutzung wurden Konzerte und Veranstaltung durchgeführt. So besuchten am 9. August 2008 etwa 120 Neonazis ein Konzert der NS-Hardcore-Bands “Thrima”, “Guiltily the Pain”, “Painful Awakening” und “Diary of a Dying Nation” im alten Gasthof. Es wird vermutet, dass Deckert auch ein Schulungszentrum errichten will und der Gasthof als Ausgangs- und Rückzugsort für Naziaktivitäten dienen soll. Soweit die Situation in Gränitz.
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Autor: Falk Schindler
Erschienen in Antifa, Ausgabe #65
Stichwörter: Friedrich Ebert Stiftung, Gränitz, Nazi-Zentrum, Protest