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Ausgabe #74 - Juli/August/September 2010

Editorial der Ausgabe #74 - Juli/August/September 2010

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

aus aktuellen Anlässen dominiert in dieser Ausgabe die Geschichte. Ein erfreuliches Ereignis gleich vorweg: Im September sollen in Freiberg insgesamt 10 neue “Stolpersteine” verlegt werden, die an Freiberger Jüdinnen und Juden erinnern, die den Nationalsozialismus mit ihrem Leben bezahlen mussten. Eines der Schicksale - das von Max Freud - hat Dr. Michael Düsing in dieser Ausgabe exemplarisch vorgestellt, weitere werden in seiner Broschüre “Steine des Erinnerns - Stolpersteine in Freiberg. Die Judenverfolgung in Freiberg zwischen 1933 und 1945” folgen. Schade ist indes, dass die Stolpersteine von privaten Patenschaften finanziert werden müssen. Damit diese 950 Euro für 10 Steine zusammen kommen, rufen wir hier deshalb nochmals zur Übernahme von Patenschaften auf.

Während sich der jüdischen Opfer durch die Verlegung der Steine erinnert wird, zielt die Ausstellung “Die Kriegskindergeneration”, die momentan im Stadt- und Bergbaumuseum zu sehen ist, auf etwas ganz anderes. Einer anderen Opfergruppe, die der Kinder, soll dort Gehör verschafft werden. Dass sich die im Ankündigungstext vollzogene Gleichsetzung verschiedenster Opfergruppen ganz in der Konzeption durchsetzt, war eine Befürchtung, die sich in weiten Teilen bestätigt hat. Dennoch sind die Thematisierung der Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus und zwei von Dr. Michael Düsing im Rahmen der Ausstellung angebotene Stadtführungen zur “Geschichte der Juden in Freiberg” positiv hervorzuheben. Dazu mehr auf den folgenden Seiten.

Antisemitismus ist ein sehr aktuelles Thema, das haben die Reaktionen auf den Vorfall um die Mavi Marmara Ende Mai gezeigt. Die einhellige Kritik am Vorgehen Israels quer durch die deutsche Parteien-, Presse- und Meinungslandschaft, die sich auch nicht durch harte Fakten erschüttern ließ, ist dafür erschreckendes Beispiel. Die Scheinheiligkeit dieser Israelkritik offenbart sich nicht zuletzt an der Bewertung tatsächlicher “humanitärer Katastrophen”, wie im Sudan oder den Repressionen, denen die iranische Oppositionsbewegung ausgesetzt ist. Einer Demonstration anlässlich des zweiten Jahrestages der Präsidentschaftswahlen im Iran folgten in Dresden immerhin etwa 100 Menschen. Wir dokumentieren hier nochmal einen Redebeitrag der Antifaschistischen Gruppe Freiberg, der auf der Demonstration verlesen wurde.

Ansonsten gibt es auch in Freiberg wie immer genug Gründe, sich zu ärgern. Der Vorbereitungskreis für das “Fest der Kulturen” will unter der Dominaz des Agendavereins noch immer nicht einsehen, dass es für Flüchtlinge nichts zu feiern gibt und ist nach wie vor der Ansicht, dass Kritik dem Festcharakter nicht entspricht. Der Studentenrat der Uni hat es wohl geschafft in seiner Beliebtheit ein historisches Tief zu erreichen, nicht zuletzt aufgrund der Pleite nach den Studententagen. Im Asylbewerberheim gibt es leider nichts Neues. Immerhin wird im Dresdner Stadtrat bald über dezentrale Unterbringung der Asylsuchenden debattiert. Eine Debatte, die auch in Freiberg notwendig wäre. Vielleicht könnte das auf dem “Fest der Kulturen” Thema sein, aber das ist dem Agenda-Verein sicher zu kritisch. Wir lesen uns zur Jubiläumsausgabe #75.

Die Redaktion

Die aktuelle Ausgabe des FreibÄrger ist am 23. Juli erschienen und wird hier verkauft.

Cover der Ausgabe #74

Cover der Ausgabe #74

Inhalt:

Thema
Die Kriegskindergeneration in Freiberg
Jüdische Geschichte in Freiberg
Die Fronfeste
“Hat eine arische Frau geküßt”
Patenschaften für Stolpersteine

Lokales
Im Westen von Freiberg nichts Neues
Neues aus dem Stadtrat

Antifa
Autonom und national
Brandanschlag in Döbeln

Politics
Wer Deutschland liebt, muss Griechenland hassen!
Proteste im Iran jähren sich das erste Mal
Freiheit statt Angst - Demoaufruf

Theorie
Suicide Bombing, die antisemitische Opferbewegung und das Völkerrecht

Ausgabe #73 - Mai/Juni 2010

Editorial der Ausgabe #73 - Mai/Juni 2010

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

am 13. Mai eröffnet das neue Kaufhaus an der Petersstraße. An die Geschichte des ehemaligen Schocken-Kaufhauses, dessen Gebäude fast 100 Jahre an gleicher Stelle stand, soll nun eine Tafel am erhalten gebliebenen Gewölbe erinnern. Wer sich intensiver mit der Geschichte befassen möchte, dem oder der sei noch einmal Michael Düsings Artikel in unserer letzten Ausgabe ans Herz gelegt.

Ansonsten könnte man meinen, dass in Freiberg momentan alles schief läuft, was schief laufen kann. Gegen die geplante Umgehungsstraße laufen zwei Klagen, weitere könnten sich anschließen. Der Baustart verzögert sich also weiterhin. Auch die Debatte um angeblich fehlende Parkplätze hat wieder an Fahrt aufgenommen, seitdem das Parkhaus an der Fischerstraße und nun auch die Tiefgarage unter dem Schlossplatz - ebenso wie die Neubauten der TU - auf der Kippe stehen. Nun soll erstmal an der Ehernen Schlage Baufläche freigehalten werden. Warum nicht gleich so?

Auch neonazistische Gewalt und Propaganda ist wieder verstärkt zu beobachten. So wurde vom 20. auf den 21. März ein Brandanschlag auf das Haus am Roten Weg verübt, in dem sich u.a. auch unsere Redaktion befindet. Zu einem Aufschrei der Empörung hat das allerdings leider nicht geführt, weshalb wir uns in dieser Ausgabe darüber Luft machen.

Ebenso weitgehend unbeachtet sind weiterhin die Lebensbedingungen, denen Flüchtlinge in Deutschland ausgesetzt sind. Neben einem Bericht über Reza Ghanbary, der seit fast 15 Jahren in Deutschland lebt und nun vor seiner Abschiebung steht, haben wir - in der wahrscheinlich naiven Hoffnung, damit etwas erreichen zu können - die Zustände im Asylbewerberheim auf der Chemnitzer Straße zur Schau gestellt. Passend dazu gibt es am 20. Mai auch eine Veranstaltungen mit dem Sächsischen Flüchtlingsrat im Roten Weg, zu der wir recht herzlich einladen.

Unser Antrag beim Lokalen Aktionsplan für eine Informationsbroschüre über Nazistrukturen in Freiberg und Umgebung wurde übrigens unter der Begründung abgelehnt, dass die Broschüre nicht auf den gesamten Landkreis angelegt sei, was so erstens nicht stimmt und zweitens kein Kriterium des Lokalen Aktionsplans ist. Wir werden uns nun nach einer anderen Fördermöglichkeit umsehen. Bis dahin sind viele Informationen auch auf unserem Blog unter freibaerger.org verfügbar, über den auch über die Zeitung hinaus über aktuelle Ereignisse berichtet wird.

Die Redaktion

Die aktuelle Ausgabe des FreibÄrger ist am 17. Mai erschienen und wird hier verkauft.

Cover der Ausgabe #73

Cover der Ausgabe #73

Inhalt:

Thema
Eindrücke aus einem anderen Leben
Hoffnung für Reza Ghanbary
Netzwerk Migration Mittelsachsen

Lokales
Neonazistische Gewalt nicht stillschweigend hinnehmen
1. Mai in Freiberg
Vegetarische Volxküche
Neues aus dem Stadtrat

Kultür
Lügendetektor
Reba 84 muss die Türen schließen

Politics
Sachsen kürzt
Zur Abschaltung der Freien Radios

Antifa
Mittelsachsen: 6 aktuelle Angriffe
Nazi-Deckert scheitert mit Klage

Theorie
Was könnte der Faschismus sein?

Ausgabe #72 - März/April 2010

Editorial der Ausgabe März/April 2010 (#72)

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

obwohl das Jahr 2010 noch gar nicht so alt ist, ist bereits eine Menge geschehen. In Freiberg ist momentan einiges im Wandel: Nach der Neugestaltung der Burgstraße, dem Neubau des Kaufhauses und der Umgestaltung des Busbahnhofes stehen als nächstes Schlossplatz, Poststraße, Obermarkt und Erbische Straße an. Am Bahnhof sollen neue Einkaufsmöglichkeiten entstehen und in der Stadt streitet man sich mal wieder um Parkplätze. Denn das schöne Anliegen eines autofreien Obermarktes und Schlossplatzes ist natürlich nur mit einer Verlagerung des Verkehrs zu haben. In all den Diskussionen um das Freiberg der Zukunft bleibt das Freiberg der Vergangenheit derweil oft unbeachtet. Michael Düsing war daher so nett, in dieser Ausgabe an die tragische Geschichte des alten Schocken-Kaufhauses zu erinnern, das in der Zeit seiner Entstehung ebenso modern und wegweisend für Freiberg gewesen ist.

Am 27. Januar - am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus - erinnerte die Antifaschistische Gruppe Freiberg außerdem an die Opfer der nationalsozialistischen Zwangsarbeit in Freiberg, die heute weitgehend aus dem kollektiven Gedächtnis verdränt sind. Immerhin hoch anzurechnen ist, dass an diesem Tag sogar Vertreter_innen der CDU den Opfern gedachten. Die Ehrung der Gefallenen der Roten Armee war für Stadtdezernent Holger Reuter dann doch sicher zu viel des Guten.

In Dresden trauerten am 13. Februar wieder tausende Nazis und Bürger_innen um die deutschen Bombentoten des Zweiten Weltkrieges. Bundesweit mobilisierten zahlreiche Gruppen zu Blockaden gegen den Naziaufmarsch und hatten damit letztendlich auch Erfolg. Vorher war das Bündnis “Dresden - nazifrei” massiven Schikanen ausgesetzt gewesen - Büroräume wurden durchsucht, Plakate beschlagnahmt und sogar die Internetseite gesperrt. Angeblich, weil der Aufruf zu Blockaden eine Straftat darstellt. Das sehen wir auf jeden Fall anders, wollen aber auch die Frage stellen, ob Blockaden das richtige Mittel sind, um Nazis zu begegnen. In Chemnitz werden jene am 5. März anlässlich der Bombardierung ebenfalls marschieren. Dagegen wird es keine Blockaden geben, sondern eine Demonstration gegen Geschichtsrevisionismus. Den lesenswerten Aufruf haben wir in dieser Ausgabe abgedruckt.

Zur geplanten Kürzung der Jugendhilfe gibt es leider keinen Artikel. Sie soll aber zumindest hier nicht unerwähnt bleiben. Informationen und Protestmöglichkeiten finden sich auf der Webside des Kinder- und Jugendring Sachsen e.V. http://www.kjrs-online.de.

Momentan erfreut sich außerdem die “Extremismustheorie” weiterhin großer Beliebtheit. Gemeinsam mit der Initiative gegen jeden Extremismusbegriff, deren aktuelles Positionspapier wir ebenfalls abgedruckt haben, und der Heinrich-Böll Stiftung wollen wir eine Diskussionsveranstaltung zu Sinn und Unsinn des Extremismusbegriffes veranstalten. Mehr dazu wird in der nächsten Ausgabe zu finden sein. Dann werden wir auch über die drohende Abschiebung des Freiberger Künstlers Reza Ghanbary berichten. Außerdem arbeiten wir gerade an einer Broschüre über Nazistrukturen im Landkreis Mittelsachsen und hoffen dafür auf eine Förderung durch den lokalen Aktionsplan. Auch bei uns ist also eine Menge los. Genießt den Frühling!

Die Redaktion

Cover der Ausgabe #72 des FreibÄrger

Cover der Ausgabe #72 des FreibÄrger

Inhalt:

Thema
Was lange währt, wird endlich gut?
Einsames Erinnern
Was ist Antisemitismus?

Lokales
Du bist (k)ein Nichts im Ganzen!
Lokaler Aktionsplan
Freiberg braucht ein Parkhaus!
Streik für die Arbeitgeber_innen
Sozialneid in Freiberg
In eigener Sache
Neues aus dem Stadtrat

Antifa
Der 13. Februar in Dresden
Und alle gegen Nazis!
Keine Entwarnung
Das Tränenmeer trocken legen

Theorie
Gegen jeden Extremismus? Nicht mit uns!

Die Ausgabe als PDF

Ausgabe #71 - Dezember/Januar/Februar 2010

Editorial der Ausgabe Dezember/Januar/Februar 2010 (#71)

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist Winter und auch Weihnachten ist nicht mehr fern. Nicht, dass uns dieses Fest sehr am Herzen liegt, aber von einem Besuch des Weihnachtsmarktes möchten wir doch in aller Eindringlichkeit abraten. In dieser kalten Jahreszeit ist schließlich nicht der warme Glühwein, sondern eigentlich nur eine Flucht gen Süden ein adäquater Ausweg. Das dachten sich anscheinend auch die Organisator_innen des Fest der Kulturen. Die holten zwar nicht die Sonne, aber jede Menge Menschen vermeintlich anderer Kulturkreise in die Alte Mensa, um sie dem Publikum vorzuführen. Was daran problematisch ist, steht auf der nächsten Seite.

Herr Otparlik, Projektkoordinator und Büroleiter des Freiberger Agenda 21 e.V., verbot übrigens kurzerhand den Verkauf des FreibÄrger während des Festes und drohte mit dem Hausrecht. Ein offener Brief an den Agenda 21 e.V. ist auf unserer Website einsehbar; bisher allerdings noch unbeantwortet. Herr Hopf von der CDU ging schließlich noch ein Stück weiter und diffamierte den FreibÄrger in einer Stadtratssitzung als “linksextremistisch”, was selbst einige seiner Fraktionskollegen für unangebracht hielten. Stadtdezernent Holger Reuter allerdings vermutlich weniger. Zumindest war er sich auch dieses Jahr nicht zu schade, am sog. Volkstrauertag gemeinsam mit Nazis von der NPD die bei der Bombardierung Freibergs getöteten Menschen zu betrauern. Zumindest Oberbürgermeister Schramm hatte wohl Besseres zu tun.

In Dresden stehen die Zeichen ganz ähnlich. Am 13. Februar werden Neonazis anlässlich des 65. Jahrestages der Bombardierung Dresdens wieder zu Tausenden durch Dresden marschieren. Wichtiger als der Protest gegen die Nazis scheint uns allerdings auch dort eine Kritik am Verhalten der Stadt. Die leistet der Vorbereitungskreis “Keine Versöhnung mit Deutschland” in ihrem Aufruf, den wir auch der Freiberger Politikelite nur ans Herz legen können. Die sächsisches Landesregierung hat eine andere Strategie gegen die Naziaufmärsche. Das Versammlungsgesetz soll eingeschränkt werden, vorgeblich um Aufmärsche von Nazis an Gedenkorten zu verhindern. Welche Konsequenzen diese geplante Gesetzesänderungen tatsächlich haben wird - de facto soll demonstrationsfreie Räume an besonderen Orten geben - hat Till Grefe bereits in der Wochenzeitung Jungle World erläutert. Wir drucken den Artikel trotzdem noch einmal, da die Zahl der Jungle World-Abonennten in Freiberg leider viel zu gering ist, um Tills Ausführungen die gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Schließlich laden wir im Dezember und Januar zu neuen Vortragsveranstaltungen in die neuen Räumlichkeiten des Roten Weg e.V. ein. Die Ankündigungen finden sich im Heft. Wir würden uns freuen, den einen oder die andere dort zu sehen. Wer dazu keine Gelegenheit hat, wird Audiomitschnitte der Veranstaltung bald auf unserer Homepage finden. Die nächste Ausgabe erscheint dann im März.

Die Redaktion

Die aktuelle Ausgabe des FreibÄrger ist am 17. Dezember erschienen und wird hier verkauft.

Cover der Ausgabe #71 des FreibÄrger

Cover der Ausgabe #71 des FreibÄrger

Inhalt:

Thema
Vielfalt und Toleranz?
“Sie behandeln uns wie Tiere”

Lokales
Die unendliche Geschichte
Neues aus dem Stadtrat
Freiberger Arbeitsfront
Videoüberwachung am Busbahnhof
Hammerberg bleibt vorerst geschlossen

Politics
Die Freien Radios in Sachsen sind von der Abschaltung bedroht!

Antifa
Keine Versöhnung mit Deutschland!
Ein Mythos wird Gesetz
Opfermarathon am Volkstrauertag

Kultür
Die brutale Beendigung einer demokratischen Erfolgsgeschichte

Theorie
Geschichte des Faschismus Teil VI

Die Ausgabe als PDF

Ausgabe #70 - Oktober/November 2009

Editorial der Ausgabe Oktober/November 2009 (#70)

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Sachsen hat eine neue Landes- und Deutschland eine neue Bundesregierung. Während nun in Sachsen Mittel für linke Projekte gekürzt werden, z.B. im Programm “Weltoffenes Sachsen”, der Wiedereinzug der NPD in den sächsischen Landtag mit Verweis auf das schlechtere Abschneiden verharmlost wird und die neue Regierung eifrig daran arbeitet, das Versammlungsrecht mit Blick auf den 13. Februar in Dresden weiter einzuschränken, hoffen Optimisten noch dass die FDP auf Bundesebene die Bürger_innenrechte wieder gestärkt werden. Allerdings ist das in Hinblick auf die Kompromisse die in Bayern (”Bayerntrojaner”) und Sachsen (verbesserte Telefonüberwachung) eingegangen wurden mehr als fraglich. Zumal Guido Westerwelle ja schon verkündet hat, dass alles im Wahlprogramm verhandelbar ist.

Auf der Demo “Freiheit statt Angst” war die FDP genauso wie die Grünen dabei. Was dort sonst noch so geschah, berichtet Rolf Schmidt. Außerdem haben wir uns den Koalitionsvertrag für Sachsen näher angeschaut. Der Wahlkampf der CDU in Freiberg ist in vielen Punkten zu kritisieren, Falk Schindler hat das getan.

Auf regionaler Ebene sieht es allerdings nicht besser aus: Das in der letzten Ausgabe angekündigte antirassistische Fußballturnier in Colditz wurde von der Stadt verboten - aus Angst vor Naziübergriffen. In Hoyerswerda wurde der sehr sehenswerte Film “Inglourious Basterds” nach nur 3 Tagen abgesetzt, nachdem Nazis dem Kino gedroht hatten. In Hohenstein-Ernstthal verhinderte der Bürgermeister ein Denkmal für die Opfer rechter Gewalt und in Freiberg soll Oberbürgermeister Schramm Nazis und Linke gleich gesetzt und die Demo “progress in mind(s)” mit dem Naziaufmarsch zum 1. Mai verglichen haben. Was die Stadt hingegen als erfolgreiche “Anti-Extremismus” Politik ansieht, demonstrierte sie zum so genannten “Antikriegstag” auf dem Obermarkt oder im “Zug der Freiheit” am 1. Oktober.

Auch die Debatte um die unnütze Umgehungsstraße hat sich in den letzten Wochen wieder zugespitzt. Während ein Windpark im Erzgebirge mit teilweise rassistischem Blick auf den tschechischen Investor von allen Seiten abgelehnt wird, erfreut sich die Umgehungsstraße größerer Beliebtheit. Gegen die Straße gibt es keine Bürger_inneninitiative, aber immerhin Protest. Die Schnappschüsse auf Vorder- und Rückseite haben wir im Hospitalwald gefunden.

Der tragische Tod einer Asylsuchenden in Frankenau zog hingegen keine großen Kreise in der Öffentlichkeit. Dabei sind die Lebensbedingungen von Asylsuchenden in Deutschland noch immer menschenunwürdig und die deutsche Asylgesetzgebung ein Skandal. Das wollen wir in dieser Ausgabe thematisieren.

Am 7. Oktober schließlich jährte sich die Bombardierung Freibergs zum 65. Mal. Nazis haben diesen Tag wieder für eine Mahnwache an der Jakobikirche genutzt, um ihren Geschichtsrevisionismus unter die Menschen zu bringen. In der Petrikirche knüpfte die Stadt, allen voran der “Verein gegen Extremismus” wiederum mit Friedensgebeten und Friedensgeläut direkt an den Geschichtsrevisionismus der Nazis an. Sogar die Freie Presse brachte es zustande, auf einer Themenseite über die Bombardierung die Einbindung der Freiberger in den Nationalsozialismus völlig unerwähnt zu lassen. “Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder”.

Die Redaktion

Die aktuelle Ausgabe des FreibÄrger ist am 12. Oktober erschienen.

Cover der Ausgabe #70 des FreibÄrger

Cover der Ausgabe #70 des FreibÄrger

Inhalt:

Thema
Selbstmord in Frankenau
“Echte” und “unechte” Flüchtlinge

Lokales
Alles beim Alten
Schwarzer Showdown in Freiberg
Alibiveranstaltung
Freiberg - die kollektive Unschuld?
Pi-Haus fehlt Geld

Politics
Jugendliche wählen
In Sachsen nichts Neues
Freiheit statt Angst
10 + X - das war wohl nix

Antifa
Nazitreffen in Gränitz
Erinnern, nachdenken, handeln. Mit Courage gegen Rechts
Kein Denkmal für die Opfer rechter Gewalt
Kein Fußball in Colditz

Kultür
“Der Verbrecher von gestern ist der Held von heute”
Per Fahrrad durch Deutschland

Theorie
Geschichte des Faschismus Teil Vb

Ausgabe #69 - August/September

Editorial der Ausgabe August/September 2009 (#69)

Liebe Leserinnen, liebe Leser, vor 11 Jahren starben sieben Flüchtlinge in Weißenborn bei einer Verfolgungsjagd mit dem BGS. Resultat der menschenverachtenden Asylpolitik Deutschlands. Am 23. Juni 2009 suchten in Grimma vier asylsuchende Familien Unterschlupf in der Frauenkirche. Sie flohen vor katastrophalen Bedingungen im sogenannten Asylbewerberheim und forderten eine dezentrale Unterbringung. Damals wie heute ist das Verständnis für diese Menschen gering, Unterstützung erfahren sie so gut wie keine. Die kritisch intervenierenden Antirassist_innen berichten über die Zustände in Grimma und anderswo. Aus dem oben genannten Anlass demonstrierten vor 10 Jahren in Freiberg über 200 Menschen gegen die deutsche Asylpolitik. Daran möchten wir in einer neuen Rubrik erinnern und werden deshalb ab sofort ältere Texte noch einmal veröffentlichen - an Aktualität haben sie oft nichts verloren.

Der Aufmarsch einiger hundert Nazis am 1. Mai in der Stadt hatte reichlich Betroffenheitsrhetorik und viele Versprechungen im Kampf gegen Rechts zur Folge (der Freibärger berichtete). Die lokale Antifagruppe organisierte im Juni Demonstration unter dem Motto “progress in mind[s]”, wir berichten darüber. Denn in Freiberg liegt nach wie vor Einiges im Argen wenn es um Nazis und rechte Politiker geht. Der Umgang mit der NPD Stadträtin Karsten lässt ebenfalls erahnen, dass die angekündigten Konsequenzen nach dem Naziaufmarsch mehr als heiße Luft waren.

Ende August sind bekanntlich Landtagswahlen in Sachsen, Grund genug das Wahlprogramm der NPD zu lesen und zu kommentieren wahrlich kein Vergnügen! Rechtes Gedankengut in Reinkultur. Zur Zeit zwar nicht in der öffentlich Diskussion, aber ein wichtiges Thema ist das Versammlungsrecht. Bayern hatte hier mal wieder Vorreiterfunktion bei der Schaffung eines restriktiven Gesetzes, das auch prompt vom Verfassungsgericht fast gänzlich kassiert wurde. Unsere Autorin betrachtet die juristischen und gesellschaftlichen Implikationen die hinter solch einem Gesetz stecken.

Kerstin Köditz von der Linkspartei hat vor Kurzem ein Buch mit dem Titel “und morgen? Extreme Rechte in Sachsen” herausgebracht, Grund genug sich den Umgang der Linken mit dem Antifaschismus genauer anzuschauen. Herausgekommen ist ein langer und sehr lesenswerter Artikel von Raimund Hethey. Last but not least gibt es diesmal den nächsten Teil der Reihe zur Geschichte des Faschismus. Diesmal ist der Text von unserem geschätzten Autor Alfred noch länger geworden als sonst, so dass wir den Text geteilt haben und daher in dieser Ausgabe “Teil Va” erscheint.

Die Redaktion

Die aktuelle Ausgabe des FreibÄrger ist am 11. August erschienen.

Cover der Ausgabe #69 des FreibÄrgers

Cover der Ausgabe #69 des FreibÄrger

Inhalt:

Thema
Demobericht “progress in mind[s]“
Redebeitrag Antifa RDL
Demoaufruf “Freiheit statt Angst”

Lokales
Ex-OB Heinze als Stadtrat
Der Stadtrat und die NPD
Kommentar zu Veronika Bellmann
Vor 10 Jahren

Politics
Kirchenasyl in Grimma
Proteste in Mittenwald
Die NPD im Wahlkampf
Aktuelles zum Versammlungsrecht
Interview Bildungsbündnis Freiberg

Anitfa
Polizeigewalt in Rochlitz
Mord in Dresden
Naziladen zieht um

Kultür
Die.Linke und der Antifaschismus
Reisebericht aus Mali
Termine

Theorie
Geschichte des Faschismus Teil Va

Die Ausgabe als PDF

Ausgabe #68 - Juni/Juli 2009

Editorial der Ausgabe Juni/Juli 2009 (#68)

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

eine ganz offensichtliche Neuerung zuerst: Wir haben das Layout etwas aufgepeppt. Ab sofort werden themenunabhängige Bilder, die in der Umgebung von Freiberg aufgenommen wurden, unser Titelblatt zieren, an denen sich auch beteiligt werden kann. Bilder können an info@freibaerger.org geschickt werden und wir wählen dann aus. Auswählen dürfen auch die Freiberger und Freibergerinnen, nämlich am 7. Juni zur Europa- und Stadtratswahl. Antreten wird unter anderem die DPWV, deren Plakate seit einigen Wochen überall in Freiberg hängen. Deren krudes Wahlprogramm gab genug Anlass zur Kritik und für einen Artikel.

Grund zur Kritik, und das in einem viel größeren Ausmaß, gab allerdings auch das Verhalten der Stadt in Bezug auf den Naziaufmarsch am 1. Mai. Die Ereignisse und die Reaktionen der Stadt haben wir dokumentiert. Bereits am 4. Mai haben wir außerdem einen offenen Brief an Oberbürgermeister, Landrat und zahlreiche Medien geschickt, die diesen jedoch nicht veröffentlicht haben. Auch eine Reaktion von OB Schramm und Landrat Uhlig ist ausgeblieben. Der Brief wird deshalb in dieser Ausgabe nochmals abgedruckt.

In der Berichterstattung der Presse über die Ereignisse am 1. Mai fällt auf, dass die seit Jahren zahlreichen rechten Aktivitäten im Landkreis völlig unbeachtet blieben. Der Text “Nazistrukturen in Freiberg” auf Seite 3 soll etwas Licht ins Dunkel des Alltags bringen. Die Antifaschistische Gruppe Freiberg hat zusätzlich eine Demonstration unter dem Motto “progress in mind(s)” für den 20. Juni angemeldet. Warum, kann dem abgedruckten Aufruf auf Seite 7 entnommen werden.

Der fünfte Teil der Faschismusreihe wird erst in der nächsten Ausgabe erscheinen. Dafür findet ihr auf den letzten Seiten einen Text von Sebastian Voigt zum Thema Antisemitismus. Voigt ist Referent unserer Veranstaltung “Kritik des Antisemitismus und Antizionismus – Solidarität mit Israel” am 6. Juni im Tee-Ei.

Außerdem präsentieren wir euch eine Veranstaltungsreihe zur Wirtschafts- und Finanzkrise. Der Kapitalismus bietet nach wie vor reichlich Anlass zur Kritik. Das Bildungskollektiv aus Chemnitz wird mit uns diskutieren. Immer mittwochs ab 10. Juni im Tee-Ei.

Wir sehen uns dann dort

Die Redaktion

Die aktuelle Ausgabe des FreibÄrgers ist am 7. Juni erschienen

Cover der Ausgabe #68 des FreibÄrger

Cover der Ausgabe #68 des FreibÄrger

Inhalt:

Thema
Bericht über den 1. Mai in Freiberg
Offener Brief zu den Ereignissen am 1. Mai
Wie stehen wir denn jetzt da?
Die dümmsten Reaktionen auf den 1. Mai
Naziterror stoppen - alternative Freiräume schaffen
progess in mind[s]

Lokales
Neuer Verein am Roten Weg 43
Über das Freiheitsverständnis der Mittelsächsischen Linksworte
Frischer Wind aus Freiberg?
Steve Weisbach ist neuer NPD-Kreisrat
Subventionswahnsinn
Stereotype und die Wühlmaus

Anitfa
Nazistrukturen und Aktivitäten in Freiberg
Die NPD als “Systemalternative”
Naziveranstaltung an der TU-Chemnitz
Naziüberfall in Zwickau
Übergriff in BED
Gewerkschaftshaus mit Naziparolen beschmiert
BaföG-Amt beschäftigt rechten Stadtrat

Politics
Kindesmissbrauch und die Debatte um Internetsperren

Kultür
Terminkalender

Theorie
Essentials der Antisemitismuskritk

Ausgabe #67 - April/Mai 2009

Editorial der Ausgabe April/Mai 2009 (#67)

Liebe Leserinnen und Leser,

wiedermal mit etwas Verspätung erscheint die zweite Ausgabe des Jahres 2009 (April/Mai). Diesmal haben wir eine ganze Menge antifaschistische Themen. So geht es wieder einmal bzw. immer noch um das Geschäft “Waffen Army Shoes” in der Freiberger Innenstadt, das eben kein normaler Klamottenladen ist sondern u.a. die Neonazimarke Thor Steinar verkauft. Auch werfen wir einen Blick zurück auf den Naziaufmarsch am 13./14. Februar in Dresden. Vor allem das Verhalten der Polizei und der Stadt gegenüber linken Gegendemonstranten ist schon als skandalös zu betrachten.

Ein größeren Anteil als in den letzten Ausgaben nimmt die Kultür ein. Wir haben viele Veranstaltungstipps zusammengetragen. Vor allem aber möchten wir auf unsere eigene Seminarreihe aufmerksam machen. Los geht’s am 25. April mit einem Tagesseminar zur Geschichte des Faschismus. Unser geschätzter Gastautor Alfred J. Quack wird das Seminar abhalten. Seine Serie wird in dieser Ausgabe mit Teil IV fortgesetzt und bietet auch diesmal wieder andauerndes Lesevergnügen.

Im Lokalteil geht es um das seltsame Demokratieverständnis des Rektors am Scholl-Gymnasium. Außerdem beleuchten wir kurz den Kfz-Kennzeichenstreit, der aus unserer Sicht vor allem ein verqueren Lokalpatriotismus wiederspiegelt.

Last but not least wollen wir euch auf die Demo am 8. Mai in Leipzig aufmerksam. Der Tag der Befreiung muss schließlich anständig gefeiert werden.

Die Redaktion

Cover der Ausgabe #67 des FreibÄrger

Cover der Ausgabe #67 des FreibÄrger

Inhalt

Antifa
Ladenschluss jetzt!
Wie Dresden Neonazis hofiert
Weitere Verurteilungen für das Pogrom in Mügeln
Neonazi-Konzert ausgefallen
Unschuldiges Freiberg
Presseschau

Kultür
Filmrezension Milk
Buchrezensionen

Lokales
Blockunterricht für Blockflöten
Streit um Kfz-Kennzeichen
Erinnerung an die Barri

Theorie
Die Geschichte des Faschismus Teil IV

Ausgabe #66 - Februar/März 2009

Editorial der Ausgabe Februar/März 2009 (#66)

Liebe Leserinnen und Leser,

mit ein klein wenig Verspätung erscheint die Februar/März/Ausgabe des FreibÄrger diesmal mit dem Thema “Ge(h)-Denken auf gut deutsch”. Anlass ist wie bereits in der letzten Ausgabe angekündigt der alljährliche
Naziaufmarsch in Dresden zwecks “Trauermarsch” anlässlich des Jahrestages der Bombardierung Dresdens im Februar 1945. Auch in diesem Jahr haben sich wieder mehrere Bündnisse unterschiedlicher Gruppen und Initiativen zusammengefunden um die Rechten an ihrem Zug durch die Stadt zu hindern. Wir haben das Bündnis “Vorbereitungskreis 13. Februar” interviewt und drucken auch ihren Aufruf zur Demo ab. Denn nicht allein das “Trauern” der Nazis ist problematisch. Vielmehr ist die Gedenkkultur in Deutschland im Allgemeinen und in Dresden im Besonderen sehr problematisch und führt allzu oft in die Umkehr von Tätern zu Opfern.

Da uns das Thema Gedenken in Deutschland als so wichtig und vielschichtig erschien, ist diese Ausgabe in erster Linie ein “Themenheft”, gut geeignet für einen Leseabend auf dem Sofa. Der dritte Teil der
Geschichte des Faschismus ist doch nicht kürzer geworden als die vorhergehenden, aber wieder genauso interessant und lehrreich.

Antifaschistische Grüße

Die Redaktion

Cover der Ausgabe #66 des FreibÄrger

Cover der Ausgabe #66 des FreibÄrger

Inhalt

Thema
Gedenkkultur in Deutschland
“Keine Versöhnung mit Deutschland”
Die Relativierung des NS durch die sächsische Gedenkstättenpolitik
Stolpersteine als Chance einer “neuen” Gedenkkultur
Die Rettung Deutschlands
Aufruf: Naziaufmärsche verhindern!

Theorie
Die Geschichte des Faschismus Teil III

Die Ausgabe als PDF

Ausgabe #65 - Dezember/Januar 2009/2010

Editorial der Ausgabe Dezember 2008/Januar 2009 (#65)

Liebe Leserinnen und Leser,
wie so oft ist auch die Ausgabe nicht pünktlich erschienen, aber wir geloben Besserung und haben damit auch schon einen guten Vorsatz für das nächste Jahr. Im aktuellen Heft haben wir diesmal kein explizites “Thema” wie in den letzten Ausgaben, dafür einiges mit lokalem Bezug und einen großen Abschnitt mit antifaschistischen Themen. Auch unsere Reihe zum Faschismus wird fortgesetzt, diesmal mit “Die Geschichte des Faschismus”. Der Autor hat uns übrigens versprochen dass sein nächster Artikel etwas kürzer wird. Über die Feiertage findet sich aber bestimmt genug Zeit um den langen aber auch sehr informativen Text zu lesen.

Sehr glücklich sind wir auch über den Artikel des Antifaschistischen Rechercheteams aus Döbeln über die Nazisaktivitäten im zugehörigen (ehemaligen) Landkreis. Seit der letzten Gebietsreform gehört Freiberg ja zum Landkreis Mittelsachsen. Für uns ein Anlass über die Erweiterung unseres Themenspektrums nachzudenken und hoffentlich auch in Zukunft mehr aus der näheren und weiteren Umgebung von Freiberg berichten zu können.

Für die nächste Ausgabe haben wir schon ein umfangreiches Thema geplant. Im Februar werden wir uns intensiv mit der Gedenkkultur in Deutschland befassen, passend zum alljährlichen Aufmarsch der Nazis in Dresden. Aber abgesehen von diesem offensichtlichen Problem dass man als links eingestellter Mensch mit dem Gedenken in Deutschland hat, gibt es noch eine Menge mehr zu beleuchten, diskutieren und kritisieren.
Unseren Leserinnen und Lesern wünschen wir ein geruhsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Antifaschistische Grüße

Die Redaktion

Cover der Ausgabe #65 des FreibÄrger

Cover der Ausgabe #65 des FreibÄrger

Inhalt

Lokales
Willkommen in Freiberg
Umgangen
Klassenkampf mal anders

Politics
Die NPD im Superwahljahr 2009

Antifa
Ein Terrorist für Mittelsachsen
Richtige Deutsche gegen Nazis
Nazistrukturen im ehemaligen Landkreis Döbeln

Theorie
Die Geschichte des Faschismus Teil II

Kultür
Filmkritik
Buchkritik

Die Ausgabe als PDF